Vorbereitung

Lange hat es leider gedauert bis ihr wieder was von mir hört. Es tut mir echt leid und ein bisschen bin ich  auch selbst schuld. Ich stecke mitten in Vorbereitungen für dies und das. Genau das will ich zum Anlass nehmen genau darüber zu schreiben. Nein! Nicht darüber das ich nichts hörtet sondern über das Thema Vorbereitung. 

Meines Erachtens ist Vorbereitung fast das wichtigste bei einem Shooting aber wo fängt das an?

Ganz wichtig an der Stelle hier ist es, dass es nicht am Tag des Shootings selbst anfängt sondern Tage vorher.  

Gehen wir mal durch woran man alles denken kann und vor allem wann. 

Als aller erstes sollte abgeklopft werden wohin das Shooting gehen soll. An dieser Stelle habe ich persönlich zwei leicht verschiedene Vorgehensweisen. Abhängig davon ist es ob es ein bezahltes Shooting ist oder ob ich selbst das Shooting angeleiert habe (z.B. Neue Techniken oder Ideen auszuprobieren). In dem Fall das es ein reguläres Shooting ist frage ich zuerst was die zu portraitierende Person für Bilder haben möchte (Einzel, Paar, Hochzeit, Dessous, ....). Damit verbunden ist auch der Umstand zu erfahren für wen und welchen Zweck die Bilder später benutzt werden sollen.  


Bei von mir initiierten Sessions entfallen natürlich die Frage für wen und warum aber dafür erzähle ich möglichst offen was ich mich so vorstelle und lass mir gerne sagen was das Model sich selbst wünscht. In dieser Diskussionsrunde einigt man sich auf eine grobe Zielrichtung des Shootings. Damit wird keiner der beiden Parteien später raus überrascht.

Im Verlauf solcher Gespräche lasse ich mir gerne Bilder zeigen die in etwa dem entsprechen was das Model sich vorstellt. Ich will diese Bilder nicht kopieren, denn dann wäre es besser direkt zu den entsprechenden Kollegen zu gehen aber sich Bilder zeigen zu lassen hat meines Erachtens einen großen Vorteil. Vielfach fehlt es Leuten, die insbesondre nicht regelmäßig mit der Materie zutun haben, an Worten das auszudrücken was Ihnen gefällt. Können sie ein Bild zeigen ist es mir möglich mir das Bild anzusehen und mir daraus zu schließen was gemeint ist.

Ein paar Requisiten die man mitnehmen kann wenn man vorher die Leute kennen gelernt hat ;-)
Ein paar Requisiten die man mitnehmen kann wenn man vorher die Leute kennen gelernt hat ;-)

 

Bei bezahlten Sessions ist das Bilder zeigen lassen ähnlich wie bei den "unbezahlten" mit dem kleinen feinen Unterschied, dass ich da noch genauer schaue was gewünscht ist als auch wie ich meinen Stil und meine Ideen umsetzen kann das die Bilder den Geschmack treffen.

Es klingt ein kleinwenig danach das ich nur nach Vorgaben arbeiten würde, dem ist aber ganz und gar nicht so. Ich sehe das Ganze als kennenlernen und Hilfestellung. Auch wenn man als Fotograf Künstler ist ist man zum Teil aber auch Dienstleister. Was bringen denn die abgefahrene Kunstfotografien wenn sie bei der Oma im Wohnzimmer hängen sollen? Dementsprechend diese Gradwanderung. 

 

Hat man sich klar verständigt was für Fotos gemacht werden sollen geht es an die Suche einer geeinigten Location. An dieser Stelle kann man natürlich auf Modelwünsche hören. 

Hat man mehrere Locations sollte man sich vorher mit diesen vertraut machen. Das heißt, dass man vorab die Umgebung begeht und sich es auch zu verschiednen Tageszeiten das Licht ansieht. Das Licht ist das Wichtigste bei jeder Fotografie und wenn man nicht gerade im Studio arbeitet kann man es nicht zu 100% kontrollieren. Gute Motive bei Outdoorspots sind unter anderem Unterführungen bzw. kleine Tunnel (sehr interessantes Licht) oder auch Backsteinmauern, Geländer oder sonst was mit einer Struktur die man dazu nutzen kann Tiefe im Bild zu erzeugen. Wichtig an dieser Stelle ist, dass die Location das Shootingthema unterstreichen soll und nicht von dem Portraitierten ablenkt.

Noch eine kleine Anmerkung bei Homeshootings ist, dass wenn man sich diese Location vorher nicht anschauen kann man lang genug vorher zu geben ist um in Ruhe sich ein Bild vor Beginn des Shootings ein Bild der Location zu machen. Insbesondre achte ich hier auf das Licht und wie es fällt.

 

Der nächste Punkt bei der Vorbereitung ist ein kleinwenig was für die Techniknerds. Es folgt nämlich die überlegen was an Equipment man mit nimmt. Ich persönlich befürworte hier ein Mischkonzept zwischen "so viel wie nötig, so wenig wie möglich" und für Eventualitäten vorzusorgen aber nicht immer alles mit zu schleppen. 

Eventualitäten sind in dem Fall so Sachen wie einen plötzlichen Ausfall von Equipment.  Also funktioniert Linse A nicht mehr habe ich noch eine zweite dabei mit der man ähnliches machen kann. Das selbe gilt für Kamera und Lichter. Ein kleiner Tipp am Rande: hierbei hat sich das 50mm als super nützlich erwiesen. 

Ansonsten versuche ich nicht mehr dabei zu haben als nötig. Einen krummen Rücken vom schleppen brauche ich nicht. Mit der Erfahrung kann man schon ganz gut einschätzen was man alles braucht und man sollte auf keinen Fall alles mitnehmen. Ich sehe es so das Beschränkung die Kreativität fordert und diese letztlich wichtiger ist als ein kleines Stück Equipment.

 So gerüstet kann an dem Tag des Shootings eigentlich nichts mehr schief gehen. 

Ach noch eins: Man muss sich nicht eisern und verbissen an alle Absprachen halten. Jedenfalls nicht was Posing etc angeht. Wenn alle Beteiligten Lust auf was anderes haben kann und sollte man dies dann lieber tun.

 

Allzeit gutes Licht 

Sascha 

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